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Zauber-Stern

Waldkita Zauberwald – Lernen, wachsen und erleben im Wald 🌿

In der Waldkita Zauberwald entdecken Kinder den Wald als Lebensraum, Lernraum und Abenteuerwelt. Wenn du dein Kind an die Hand nimmst und ihm folgst, zeigt es dir eine Welt, die du vielleicht lange vergessen hast – voller Staunen, Bewegung und sinnlicher Erfahrungen.

Kinder wachsen heute in einer Welt voller Tempo, Reize und Erwartungen auf. In unserer Waldkita schaffen wir bewusst einen Gegenpol: Zeit, Raum und Natur, damit Kinder sich in ihrem eigenen Rhythmus entfalten können.

🌱 Warum eine Waldkita?

Der Wald fordert – und er trägt.
Er lädt Kinder ein, sich zu bewegen, zu beobachten, auszuprobieren und eigene Lösungen zu finden. Ganz nebenbei entwickeln sie:

  • Motorik & KörpergefĂĽhl

  • Konzentration & Ausdauer

  • Selbstvertrauen & Selbstwirksamkeit

  • Respekt gegenĂĽber Natur und Mitmenschen

Aus einfachen Dingen entstehen grosse Welten: Ein Baumstumpf wird zum Zwergenhaus, Stöcke zu Bauwerken, der Wald zum Klassenzimmer.

🎓 Pädagogik: Lernen auf vier Ebenen

Die Waldkita Zauberwald arbeitet mit einem klar strukturierten pädagogischen Ansatz, der Kinder ganzheitlich begleitet:

1. Ankommen & Sinneserfahrungen

Kinder erleben den Wald mit allen Sinnen: hören, fühlen, riechen, bewegen. Diese Erfahrungen bilden die Basis für Lernen und innere Sicherheit.

2. Entdecken & Forschen

Beim Sammeln, Balancieren, Beobachten und Fragen entstehen natürliche Lernmomente – ohne Druck, aber mit Tiefe.

3. Kreativ & fokussiert

Kinder gestalten mit Naturmaterialien, bauen, malen, werken oder kochen gemeinsam. Lernen geschieht durch aktives Tun.

4. Verbundenheit & Identifikation

Durch wiederkehrende Rituale und intensive Naturerlebnisse entsteht Geborgenheit und eine tiefe Beziehung zur Umwelt.

🌞 Ein strukturierter Waldkita-Alltag:

Tagesablauf

07:00 Kinder in Empfang nehmen und ins Freispiel begleiten.
07:30 Die Kinder setzen sich an den Tisch fĂĽr das gemeinsame FrĂĽhstĂĽck.
08:15 Die Kinder haben noch Zeit, ihr FrĂĽhstĂĽck zu beenden,

während der Tisch allmählich abgeräumt wird.

08:15- 09:00 Die Kinder putzen sich nach dem Frühstück die Zähne und gehen anschliessend ins Freispiel.
09:00- 09:15 Die letzten Kinder werden in Empfang genommen. Das Aufräumen wird mit einem Lied begleitet.
09:15- 09:40 Der Morgenkreis ist ein wichtiger Start in den Alltag fĂĽr die Kinder. Nach dem Morgenkreis essen wir das ZnĂĽni
09:40-10:00 Wir ziehen uns dem Wetter entsprechend an und machen uns auf den Weg in den Wald.
10:45- 11:00 Ankunft im Wald. Wir sammeln uns fĂĽr das BegrĂĽssungsritual im Wald und verteilen anschliessend die Tagesaufgaben.
11:00 Wir beginnen mit der Zubereitung des Mittagessens, und wenn es das Programm erlaubt, können die Kinder gerne mithelfen.
11:00-12:00 Die Kinder erhalten ein Spielangebot. Sie dĂĽrfen aber auch ins Freispiel gehen.
12:00 Wir essen gemeinsam das Mittagessen.
12:45- 13:30 Die Kinder machen einen erholsamen Mittagsschlaf auf dem Waldboden oder im Pfadiheim.
13:30- 14:00 Die Kinder stehen langsam wieder auf. Es gib eine Trinkrunde, windeln werden gewechselt, im Sommer werden sie noch eingecremt.
14:00- 15:15 Wir gestalten eine Nachmittagssequenz.
15:15- 15:45 Zvieri Zeit
15:45-16:30 Nach dem Zviere räumen wir gemeinsam auf und machen uns auf den Weg Richtung Kita.
16:30- 16:45 Wir kommen in der Kita an. Die Kinder werden, wenn nötig umgezogen und gehen anschliessend ins Freispiel über.
16:30-18:30 Das Team räumt auf und packt das Material für den nächsten Tag. Die restliche Zeit wird genutzt, um die Hausarbeiten zu erledigen, wobei die Kinder mithelfen dürfen. Die Kinder werden langsam abgeholt und gehen nach Hause.

🤝 Was Kinder im Zauberwald lernen

Kinder entwickeln in der Waldkita:

  • Verantwortung im sozialen Miteinander

  • Achtsamkeit gegenĂĽber Natur & Lebewesen

  • Sprachliche, auditive & sensorische Fähigkeiten

  • Freude an Bewegung und eigenständigem Handeln

Der Wald wird dabei nicht nur genutzt – sondern respektiert.

👪 Informationen für Eltern

Die Anmeldung erfolgt über ein persönliches Gespräch oder das Anmeldeformular. Ein Kennenlernen gibt Raum für Fragen und gegenseitiges Vertrauen.

Die Eingewöhnung wird individuell gestaltet und am Tempo des Kindes ausgerichtet. Das Wohlbefinden steht immer im Mittelpunkt.

Betreuungsgutscheine der umliegenden Gemeinden werden akzeptiert.

📍 Lage, Öffnungszeiten & Kontakt

Waldkita Zauberwald
Ibelweg 13, 6300 Zug
Mo–Fr: 07:00–18:30
Parkplätze vorhanden

🌿 Jetzt unverbindlich vorbeikommen!

Eine Waldkita muss man erleben.
Gerne zeigen wir dir unseren Alltag, beantworten deine Fragen und lernen uns persönlich kennen.

👉 Unverbindlich vorbeikommen!

Detaillierte Lernziele

Die Kinder lernen Respekt und Achtung gegenüber der Natur und Lebewesen kennen (Bäume, Pflanzen, Tiere). Auch das Beobachten der Natur und dessen Geräuschen fördert den Auditiven Sinn. Ziel ist es, die Kindergruppe in ihrem Entwicklungsstand zu fördern und auf Bedürfnisse einzugehen.

Wir halten uns an die vier ebenen der Waldpädagogik fest. Dieses Modell hilft, das Kind auf dem Weg zu seiner Beziehung zur Natur professionell zu beobachten und zu begleiten. Es kann als Planungshilfe und Reflexionsinstrument genutzt werden. Die Naturbegegnungen des Kindes gliedern sich in vier Ebenen, die jeweils voneinander abhängig sind und aufeinander aufbauen. Die erste Ebene bildet das Fundament und wird intensiv gelebt.

Ebene: Ankommen in der Natur spielerisch – und sinnlich

Das Kind macht basale, lustvolle und spielerische Erfahrungen mit allen Sinnen. Mit Begeisterung weckenden Spielen wird das Kind an den Lebensraum Wald herangeführt, um so die Natur intensiv kennenzulernen. Das Kind erlebt sich auf vielfältigste Weise in der Natur. Es bewegt sich sicher im Wald, rutscht einen Hang hinunter, spürt die Wärme der Luft, riecht die feuchte Erde und entwickelt nach und nach eine liebevolle Bindung an den Wald. Das Kind spielt mit und in der Natur. Es begegnet der Natur auf positive und emotionale Weise und kommt langsam im Erlebnisraum an. Erwartungen an Sachkenntnisse stehen nicht im Raum. Für diese erste Ebene ist eine sich wiederholende Tagesstruktur wichtig, diese gibt dem Kind Orientierung und Halt. Am Morgen begrüssen wir den Wald, singen passende Lieder zum Wetter und geben den Plätzen eigene Namen. Die Naturpädagogin schafft eine Basis der Vertrautheit in der unstrukturierten Umgebung und gibt dem Kind Gelegenheit, sich im neuen Umfeld wohlzufühlen und die anderen Kinder kennen zu lernen.

Ebene: Kennenlernen der Natur, entdecken und erforschen

Die zweite Ebene ist geprägt von einem forschenden und entdeckenden Charakter. Das Kind „macht“ etwas mit der Natur, verändert sie, spielt mit ihr, beginnt sich Sachwissen anzueignen und erkennt Zusammenhänge. Durch das Wissen über die Natur kann das Kind besser mit Ängsten und Unsicherheiten umgehen. Dies ermöglichten positive Erfahrungen und das Lernen in der Natur. Das Kind sammelt Bucheckern, sortiert diese und entdeckt den schmackhaften Kern darin. Springt ein Kind in eine Pfütze, spritzt es auf alle Seiten und es wird nass. Der Wasserspiegel senkt sich und das Kind erlebt einfache physikalische Zusammenhänge. Eine Hummel zieht die Aufmerksamkeit des Kindes auf sich. Wohin fliegt sie und was macht sie in diesem Erdloch? Das Kind kann sehen, wie die Hummel mehrmals in diesem Erdloch verschwindet, sie muss hier wohl wohnen. Gemeinsam mit der Naturpädagogin schlägt es in Büchern nach, in was für Behausungen Tiere leben. Im freien Spiel entdeckt das Kind vielfältigste Phänomene der Natur. Die Naturpädagogin kann gezielt Aspekte aufgreifen und vertiefen. Auf dieser Ebene kann sie durch das eigene Interesse und Begeisterung das Kind aufmerksam machen und dessen Neugierde wecken. Oft gehen das Kind und die Naturpädagogin gemeinsam einer spannenden Spur nach. Fragen werden gestellt und Antworten finden sich gemeinsam. Die Naturpädagogin bringt Methodenkenntnisse ein und lässt Raum und Zeit für individuelle Erkenntnisschritte. Der Gebrauch von Werkzeug kann zusätzlich als Zugang zum Entdecken der Natur dienen. Das Kind hackt in der Erde und entdeckt dabei die feinen Wurzeln einer Tanne. Ein weiterer Zugang zur Natur auf dieser Ebene ist das Erlernen von Handwerkstechniken und Outdoorskills wie Kochen, Farben herstellen, Weben, Schnitzen und Filzen. Werden Brennnesseln zu Chips, eine Handvoll Brombeeren zu blauer Malfarbe, Wiesengräser zu einem Webbild oder ein Haselstecken zu einem Zauberstab verarbeitet, geschieht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Naturmaterial.

Ebene: Sich einlassen auf die Natur, kreativ und fokussiert

Auf dieser Ebene ändert sich das Verhältnis. Bis anhin hat das Kind „mit der Natur gemacht“. Jetzt lässt es sich so weit ein, dass „die Natur mit ihm macht“. Sinnliche Erfahrungen werden gezielt vertieft. Das Kind fängt mit der Zunge die ersten Schneeflocken ein. Es streckt sein Gesicht den Schneeflocken entgegen und spürt die Kälte und die zarte Berührung. Eine vertiefte sinnliche Wahrnehmung kann durch das Fokussieren auf oder Ausblenden von einzelnen Sinnen geschehen. Dies findet meist in angeleiteten Sequenzen statt. Beispiele sind ein Barfussweg, Tastspiele oder das Lauschen eines Vogelkonzertes. In einem kreativen Prozess interagieren Kind und Natur miteinander. Das Kind gibt einem alten Baum mit Lehm ein Gesicht. Ein herunterfallendes Blatt wird zum Bart. Ein Astloch wird entdeckt und wandelt sich zur Nase. Kreative Aspekte finden sich häufig im freien Spiel, wenn das Kind mit Naturmaterialien gestaltet. Es entsteht ein Gefühl des „sich Einlassens“ auf die Natur und des „Natur in sich Hereinlassens“. Dies kann zu einem Flow-Erlebnis führen. Das Kind ist vertieft im gegenwärtigen Moment.

Ebene: Sich identifizieren mit der Natur, meditativ und emotional berĂĽhrt

Das Kind erlebt sich als Teil der Natur und identifiziert sich mit ihr. Zeit und Raum lösen sich auf. Es fühlt sich tief mit der Natur verbunden und in ihr geborgen und aufgehoben. Diese Identifikation geschieht in einer meditativen Begegnung mit der Natur oder in einem intensiven spielerischen Eintauchen. Wenn das Kind auf dem Boden liegt und staunend den Blick nach oben richtet oder auf einem Baum sitzt und sich selber völlig vergisst, dann löst sich die Grenze zwischen dem Ich und der Natur auf. Ein intensives Gefühl von Geborgenheit, Glück und Liebe stellt sich ein. Das Kind schlüpft in seinem Spiel oft in Naturgestalten: So kann es als Windkind über die Wiese fliegen und fühlt sich getragen und stark. Gemeinsam mit dem heulenden Sturm erhebt es seine Stimme und wird wild und frei. Glücklich und erschöpft legt es sich in die Wiese und spürt seinen Atem. Das Kind findet tiefe Naturbegegnungen im freien Spiel. Es ist auch möglich, dass die Naturpädagogin eine Meditation anleitet und das Kind diese Ebene unterschiedlich tief erlebt. Das Kind kann angeregt werden, einen alten Baum zu besuchen, sich um einen Baumfreund zu kümmern, ein Zwiegespräch mit ihm zu führen und mit ihm eins zu werden. Starke positive Emotionen charakterisieren die 4. Ebene und werden zu lebenslangen Schätzen, aus denen fürsorglicher Umgang mit der Natur entsteht.